Brasiliens Zentralbank verbietet Krypto für grenzüberschreitende Überweisungen unter neuen eFX-Regeln - TokenPost

Brasiliens Zentralbank verbietet Krypto für grenzüberschreitende Überweisungen unter neuen eFX-Regeln - TokenPost

Brasiliens neue Vorschriften zu Kryptowährungen bei internationalen Überweisungen

Die brasilianische Zentralbank hat umfassende neue Vorschriften eingeführt, die die Verwendung von Kryptowährungen wie Bitcoin und Stablecoins zur Abwicklung internationaler Überweisungen innerhalb ihres elektronischen Devisensystems (eFX) verbieten. Diese Vorschriften, die ab dem 1. Oktober in Kraft treten, sind in der BCB-Resolution Nr. 561 festgelegt, die am 30. April veröffentlicht wurde. Die vollständigen Fristen für die Einhaltung durch alle Beteiligten sind bis 2027 angesetzt. Dieser Schritt bedeutet eine erhebliche Veränderung in Brasiliens Ansatz zur Integration digitaler Währungen in formale Finanzsysteme, insbesondere im Hinblick auf grenzüberschreitende Transaktionen.

 

Einschränkung von Krypto für grenzüberschreitende Zahlungen

Im Rahmen des aktualisierten Rahmens müssen alle Transaktionen zwischen einem eFX-Anbieter und seinem ausländischen Gegenpart über traditionelle Devisenmechanismen oder über nicht ansässige, real denominierte Konten innerhalb Brasiliens abgewickelt werden. Diese Änderung beseitigt effektiv die Möglichkeit, digitale Vermögenswerte wie USDT, USDC oder Bitcoin als Abwicklungsinstrumente für grenzüberschreitende Zahlungen zu verwenden. Überweisungsunternehmen können Blockchain-Technologie nicht mehr nutzen, um brasilianische Reais in Kryptowährungen für internationale Transfers umzuwandeln, wodurch ein wichtiger Kanal für krypto-basierte Abwicklungen geschlossen wird.

 

Erhaltung des legalen Handels mit Kryptowährungen

Trotz dieser Einschränkungen verhängt Brasilien kein Verbot des Kryptowährungshandels. Investoren behalten die Möglichkeit, digitale Vermögenswerte legal über autorisierte Anbieter von virtuellen Vermögenswerten zu kaufen, zu verkaufen und zu halten, wie in der Resolution BCB Nr. 521 festgelegt, die Anfang dieses Jahres erlassen wurde. Die neue Regelung zielt jedoch speziell auf die Backend-Infrastruktur ab, die von regulierten eFX-Unternehmen genutzt wird, und nicht auf einzelne Investoren, wobei der Fokus darauf liegt, die Rolle von Krypto bei interinstitutionellen Abwicklungen zu verhindern.

 

Auswirkungen auf Finanzinstitute

Unternehmen wie Wise, Nomad und Braza Bank — bekannt für die Integration von Stablecoins in internationale Zahlungsströme — werden direkt von diesen Änderungen betroffen sein. Der brasilianische Kryptomarkt bleibt hochaktiv, mit monatlichen Transaktionsvolumina zwischen 6 Milliarden und 8 Milliarden Dollar. Allein Stablecoins machen fast 90% dieser Aktivität aus, was ihre integrale Rolle im Ökosystem widerspiegelt. Darüber hinaus gehört Brasilien mit rund 25 Millionen Nutzern zu den weltweit führenden Krypto-Adoptoren, was die potenziellen Auswirkungen der neuen Vorschriften auf eine bedeutende Nutzerbasis unterstreicht.

 

Anforderungen an die regulatorische Compliance

Die Vorschrift verlangt, dass die Teilnahme am eFX auf von der Zentralbank autorisierte Institutionen wie Banken, Broker und lizenzierte Zahlungsinstitute beschränkt ist. Unternehmen, die ohne eine solche Genehmigung operieren, müssen bis zum 31. Mai 2027 einen Antrag stellen, um strengere Anforderungen zu erfüllen, einschließlich der Führung von getrennten Kundenkonten und der Einhaltung monatlicher Berichtspflichten. Diese strengen Maßnahmen zielen darauf ab, Transparenz und Sicherheit innerhalb des eFX-Systems zu verbessern.

 

Die breitere Finanzlandschaft

Während die Zentralbank strengere Kontrollen einführt, strebt sie auch an, die eFX-Fähigkeiten zu erweitern, um bestimmte investitionsbezogene Transfers zu ermöglichen, die auf 10.000 Dollar pro Transaktion begrenzt sind. Dieser Aspekt der Regulierung unterstreicht Brasiliens ausgewogenen Ansatz, der darauf abzielt, die Finanzinfrastruktur zu regulieren, insbesondere die Rolle von Kryptowährungen, ohne Innovationen oder die Präsenz digitaler Vermögenswerte im breiteren Markt zu ersticken. Die Regulierung ist ein klares Signal der brasilianischen Zentralbank für ihre Absicht, digitale Innovationen in einem regulierten Rahmen zu integrieren, um das stabile Wachstum des Finanzsektors angesichts rascher technologischer Fortschritte zu gewährleisten.

 

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