Russische Staatsduma finalisiert umfassenden Rahmen zur Normalisierung des Krypto-Handels - FinanceFeeds

Russische Staatsduma finalisiert umfassenden Rahmen zur Normalisierung des Krypto-Handels - FinanceFeeds

Das bahnbrechende Krypto-Gesetz der russischen Staatsduma: Integration von Kryptowährungen in die formelle Wirtschaft

 

Die russische Staatsduma hat einen entscheidenden Schritt zur Integration des Kryptowährungshandels in die formelle Wirtschaft des Landes unternommen, indem sie ein bahnbrechendes Gesetz verabschiedet hat. Dieser Schritt markiert einen bedeutenden Wandel nach Jahren regulatorischer Unklarheit im Hinblick auf digitale Vermögenswerte. Anatoly Aksakov, Vorsitzender des Ausschusses für Finanzmärkte, bestätigte den Abschluss der Gesetzgebung am 14. Januar 2026. Das Gesetz ist für die kommende Frühjahrssitzung geplant und konzentriert sich darauf, digitale Vermögenswerte von einem Rahmen der „besonderen Finanzregulierung“ zu standardmäßigen Finanzinstrumenten zu machen. Dieser Übergang wird durch das enorme Ausmaß des Kryptowährungsengagements vorangetrieben, da bereits etwa 20 Millionen russische Bürger an der digitalen Wirtschaft teilnehmen. Durch die Schaffung eines klaren rechtlichen Status für sowohl inländische als auch internationale Kryptowährungsoperationen zielt die Regierung darauf ab, den Sektor zu professionalisieren und in den breiteren zivilen und finanziellen Kodex zu integrieren.

 

Individuelle Investitionsgrenzen und die Integration professioneller Marktteilnehmer

 

Ein Eckpfeiler des verabschiedeten Gesetzes ist die Implementierung eines gestuften Beteiligungsmodells, das darauf abzielt, das Marktwachstum zu fördern und gleichzeitig den Schutz der Einzelhändler zu gewährleisten. Dieses Modell erlaubt es nicht-professionellen oder „nicht-qualifizierten“ Investoren, jährlich digitale Vermögenswerte im Wert von bis zu 300.000 Rubel über einen einzigen regulierten Vermittler zu erwerben, vorausgesetzt, dass bestimmte Risikoinformationsanforderungen erfüllt werden. Professionelle Finanzmarktteilnehmer hingegen werden keinen solchen Volumenbeschränkungen unterliegen, was eine erhebliche institutionelle Aktivität ermöglicht, die die inländische Liquidität erheblich steigern könnte. Das Gesetz legt auch die rechtliche Grundlage für in Russland ansässige Krypto-Börsen und Broker, um unter föderaler Aufsicht zu operieren. Die Staatsduma ist der Ansicht, dass diese Aufsicht betrügerische Machenschaften, die oft mit ausländischen Plattformen in Verbindung gebracht werden, mindern und die Effizienz der Steuererhebung auf Gewinne aus digitalen Vermögenswerten verbessern wird.

 

Nutzung digitaler Vermögenswerte für internationalen Handel und Sanktionsresilienz

 

Über den inländischen Handel hinaus zielt die neue Gesetzgebung darauf ab, digitale Vermögenswerte für internationale Abrechnungen zu nutzen und sie als entscheidende strategische Werkzeuge zur Aufrechterhaltung des globalen Handels in restriktiven wirtschaftlichen Umgebungen zu positionieren. Das Gesetz erlaubt es russischen Unternehmen, sowohl Kryptowährungen als auch Stablecoins für grenzüberschreitende Verträge zu nutzen, solange diese Transaktionen über autorisierte Infrastrukturen durchgeführt werden und strengen Anti-Geldwäsche-Protokollen entsprechen. Diese Initiative soll die Einführung des digitalen Rubels im Einzelhandel ergänzen und die Bildung einer zweischichtigen digitalen Wirtschaft erleichtern. In diesem Setup verwaltet die staatlich kontrollierte Zentralbank-Digitalwährung (CBDC) inländische Zahlungen, während private digitale Vermögenswerte den Außenhandel erleichtern. Mit dem gesetzgeberischen Rahmen, der bis zum 1. Juli 2026 vollständig umgesetzt werden soll, signalisiert Russland eindeutig seine Ambition, als bedeutender globaler Hub für tokenisierte Finanzen und regulierte Krypto-Innovation hervorzutreten.

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